In Deutschland steigt die Zahl von Migrantinnen und Migranten, die bei der illegalen Einreise auf Güterzügen und Lastwagen aufgegriffen werden. Im ersten Halbjahr wurden 359 unerlaubte Einreisen mit Güterzügen festgestellt, wie die Bundespolizei auf Anfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe mitteilte. Im ersten Halbjahr 2017 waren nur 201 Migranten auf Güterzügen entdeckt worden.

Brennpunkte sind demnach die Grenzen zur Schweiz und zu Österreich. Die Aufgegriffenen kamen nach Angaben der Bundespolizei vor allem aus Afrika: aus Nigeria, Sierra Leone, Gambia, Tunesien, Marokko, Guinea, dem Senegal, Ghana und Kamerun.

Ein Schwerpunkt ist offenbar Baden-Württemberg. Die Bundespolizei hatte dort Mitte August von 254 in Güterzügen aufgegriffenen Migranten seit Jahresbeginn berichtet. In Bayern und Österreich wurden hingegen seit Jahresbeginn Rückgänge verzeichnet, weil italienische Beamte bei der Abfahrt der Züge strenger kontrollieren.