Wenige Tage nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok hat es ein starkes Nachbeben gegeben. Das Erdbeben hatte laut Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 5,9 und ereignete sich im Nordwesten der Insel.

Einem Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes zufolge habe es seit Sonntag 355 Nachbeben gegeben. Das Ausmaß der Zerstörung ist noch unklar.

Das Beben ereignete sich, während Rettungsorganisationen nach Überlebenden in den Trümmern des Erdbebens vom vergangenen Sonntag suchten. Die Zahl der Opfer des Unglücks vom Sonntag stieg laut Rettungsbehörden auf 227. Mehr als 1.400 Menschen seien schwer verletzt worden. Das Beben der Stärke 6,9 zerstörte zahlreiche Häuser und ganze Dörfer, 156.000 Menschen sind deshalb obdachlos.  

Lombok ist wie das benachbarte Bali für seine schönen Strände und Berge bekannt. Erdbeben kommen in Indonesien wegen der Lage des Landes auf dem pazifischen Feuerring mit Vulkanen und Verwerfungslinien relativ häufig vor. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,1 vor der Insel Sumatra einen Tsunami und damit eine Katastrophe seltenen Ausmaßes ausgelöst: Rund 230.000 Menschen in mehreren Ländern starben damals.