Digitale Endgeräte wie ein – eigenes oder neues – Smartphone stehen bei Kindern ganz oben auf ihrer Wunschliste. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von sechs Zeitschriftenverlagen hervor, darunter auch der Zeitverlag, zu dem auch ZEIT ONLINE gehört. Für die sogenannte Kinder-Medien-Studie 2018 über das Konsumverhalten von Kindern im Alter zwischen vier und 13 Jahren wurden insgesamt 3.300 Doppelinterviews mit zufällig ausgewählten Kindern und jeweils einem Erziehungsberechtigten geführt.

Wie aus der Studie hervorgeht, wünschen sich 41 Prozent der Kinder ein Handy oder Smartphone, gefolgt von der Spielekonsole mit 33 Prozent und dem eigenen Tablet mit 32 Prozent. Daneben gibt es demnach auch die klassischen Wünsche wie die nach Puppen, Fahrrädern oder Gesellschaftsspielen. Inliner, Skate- oder Longboards rangierten mit rund 20 Prozent sogar vor dem Wunsch nach einem Fernseher. 

Je älter, desto digitaler

Überhaupt, so schreiben es die Studienautoren, halten die meisten Kinder eine gute Balance zwischen analoger und digitaler Beschäftigung und gehen mit der zunehmenden Digitalisierung ihres Alltags souverän um. So lesen 70 Prozent der Befragten Bücher oder Zeitschriften mindestens einmal pro Woche auf Papier und nannten "mit Freunden zusammen sein" (89 Prozent) und "im Freien spielen" (81 Prozent) als liebste Freizeitbeschäftigungen. Zudem bezeichneten sie das Internet zwar als "das coolste Medium, das es gibt", wüssten aber auch um die Gefahr, durch die ständige Nutzung "unselbstständiger zu werden".

Aus den Befragungen wurde auch deutlich, dass das digitale Spielen auf Tablet, Smartphone oder Computer mit zunehmendem Alter wichtiger wird. So besitzen 71 Prozent der 13-Jährigen eines oder mehrere der Geräte – gegenüber 7 Prozent bei den 4-Jährigen. Aufgeschlüsselt heißt das: 92 Prozent der 13-jährigen Mädchen und Jungen besitzen ein Smartphone, 55 Prozent einen Computer und 26 Prozent ein Tablet. Auch die Kinderzimmer veränderten sich dementsprechend: Hard- und Software ergänzten die analoge Ausstattung; ab 13 Jahren ersetzten elektronische Geräte zunehmend traditionelles Spielzeug.  

Durchschnittlich 23 Euro Taschengeld pro Monat

Diese Altersgruppe konsumiert dann auch zunehmend kostenpflichtige Streaming- oder kostenfreie Videodienste. Rund 35 Prozent der 13-Jährigen griffen mindestens mehrmals pro Woche auf YouTube, Vimeo oder andere kostenlose Videodienste zurück, wenn es um Filme, Serien oder Fernsehsendungen geht. Allerdings, auch dies zeigt die Studie, nutzen 87 Prozent der Kinder auch die klassischen Medien und schauten Filme, Serien oder andere Fernsehsendungen mindestens mehrmals pro Woche.

Ihr Taschengeld investieren die meisten Kinder jedoch nicht in digitale Abos, sondern vor allem in Süßigkeiten und neuen Lesestoff. Durchschnittlich bekommen Kinder in Deutschland knapp 23 Euro pro Monat, wobei Sechs- bis Neunjährige mit 18,76 Euro zurechtkommen müssen, die Summe bei den 10- bis 13-Jährigen dann auf knapp 35 Euro ansteigt. Über alle Altersklassen hinweg geben die Kinder ihr Geld vor allem für Kekse oder Kaugummi (70,2 Prozent) oder für Zeitschriften und Comics (53,7 Prozent) aus.