Die Zahl der Toten durch Überschwemmungen in Indien ist auf 324 gestiegen, teilte der Regierungschef des Bundesstaates Kerala, Pinarayi Vijayan, auf Twitter mit. Er sprach von der "schlimmsten Flut seit 100 Jahren". Mehr als 220.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, gab der Katastrophenschutz bekannt. Der südindische Bundesstaat Kerala ist seit dem 8. August von außerordentlich heftigen Monsunregenfällen betroffen.

Die meisten Toten seien ertrunken oder durch Erdrutsche umgekommen, hieß es vom Katastrophenschutz. Am Mittwoch hatten Behörden noch 67 Todesopfer gemeldet. Der Luft- und Zugverkehr in Kerala wurde gestört.  

Helfer setzten Hubschrauber und Boote ein und retteten Hunderte Menschen von den Dächern ihrer Häuser. Die heftigen Regenfälle hörten an diesem Freitag auf. Tausende Rettungskräfte arbeiteten daran, die Betroffenen in staatliche Lager zu bringen, wo bereits mehr als 150.000 Menschen Zuflucht gesucht haben.

Durch heftige Monsunregenfälle sterben jedes Jahr Hunderte Menschen in Indien. Die Regenzeit dauert normalerweise von Juni bis September.