Die Polizei geht gegen Neonazis vor, die auf einer rechten Demonstration in Chemnitz den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben. Es seien bislang zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, twitterte die sächsische Polizei. Von mehreren Demonstranten seien die Personalien noch vor Ort festgestellt worden.
Insgesamt waren am Montagabend 6.000 rechte Demonstranten in Chemnitz auf der Straße, geht aus der Einsatzbilanz der Polizei hervor. Auch 1.000 Gegendemonstranten waren demnach in der Stadt. Es kam zu Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen, es flogen unter anderem Feuerwerkskörper und Flaschen. Den Angaben zufolge wurden 18 Demonstranten und zwei Polizisten verletzt.
Ein Polizeisprecher räumte ein, dass die Polizei mit dieser Zahl an Demonstranten nicht gerechnet habe. Angemeldet gewesen seien 1.000 Personen für die rechte Demo und 500 für die Gegendemonstration. Doch habe man nicht mit der immensen Mobilisierung im Internet gerechnet. So seien "Chaoten und Rechtsextreme aus Berlin, Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angereist", sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller am Nachmittag. Zugleich sagte er, die polizeilichen Maßnahmen würden in den kommenden Tagen "erheblich ausgeweitet".
591 Polizisten waren im Einsatz
Aus der Einsatzbilanz geht hervor, dass den 7.000 Demonstranten am Montagabend nur 591 Einsatzkräfte der Polizei gegenüberstanden. Vonseiten der Polizei hieß es, bei der Einsatzplanung sei man bereits von einer größeren Teilnehmerzahl ausgegangen. Zuvor hatte die Chemnitzer Polizeipräsidentin Sonja Penzel versichert, es seien "ausreichend Kräfte angefordert" worden und man sei auf die Einsatzlage "gut vorbereitet".
Bereits am Sonntag gab es Ausschreitungen in Chemnitz, nachdem bei einem Stadtfest ein 35-jähriger Deutscher getötet worden war. Zwei junge Männer aus Syrien und dem Irak sitzen deswegen seit Montag in Untersuchungshaft.
Die Polizei geht gegen Neonazis vor, die auf einer rechten Demonstration in Chemnitz den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben. Es seien bislang zehn Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, twitterte die sächsische Polizei. Von mehreren Demonstranten seien die Personalien noch vor Ort festgestellt worden.
Insgesamt waren am Montagabend 6.000 rechte Demonstranten in Chemnitz auf der Straße, geht aus der Einsatzbilanz der Polizei hervor. Auch 1.000 Gegendemonstranten waren demnach in der Stadt. Es kam zu Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen, es flogen unter anderem Feuerwerkskörper und Flaschen. Den Angaben zufolge wurden 18 Demonstranten und zwei Polizisten verletzt.