Vor der türkischen Küste ist ein Flüchtlingsboot gesunken. Dabei seien neun Menschen gestorben, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bei den Opfern handele es sich dabei um sieben Kinder und zwei Frauen. Vier Menschen hätte die türkische Küstenwache vor der griechischen Insel Samos gerettet.

Aus welchen Ländern die Bootsinsassen stammten, war zunächst unklar. Sie sollen versucht haben, eine der griechischen Inseln nahe der türkischen Stadt Kuşadası zu erreichen.

Viele Flüchtlinge und Migranten aus dem Nahen und Mittleren Osten versuchen von der türkischen Küste aus, die griechischen Inseln zu erreichen. Andere wählen die Route übers Land, durch den Fluss Evros zwischen der Türkei und Griechenland. Die Zahl der Migranten, vor allem aus Syrien, über die Türkei, konnte in den letzten Jahren stark reduziert werden, seit einerseits die Weiterreise aus Griechenland in andere EU-Staaten erschwert wurde, und seit die EU mit der Türkei ein Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen geschlossen hat.

Flüchtlinge im Mittelmeer - Das Sterben geht weiter Weniger Menschen flüchten in die EU, dennoch fordern Politiker verschärfte Maßnahmen an den Grenzen. Flüchtlingshelfer warnen vor noch mehr Toten. Ein Überblick im Video © Foto: Aris Messinis/AFP/Getty