Eine Gewitterfront hat für Verkehrsstörungen in Teilen Deutschlands gesorgt. Wegen umgestürzter Bäume sperrte die Bahn Strecken. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr vorübergehend vollständig eingestellt. Zudem stand rund eine halbe Stunde der Flugverkehr auf dem Flughafen Frankfurt am Main still, weil sich eine Gewitterzelle über dem Airportgelände befand.

Bei der Deutschen Bahn sorgten die Gewitter stellenweise für Verspätungen. Betroffen waren die Strecken Mainz-Mannheim, Hamm-Bielefeld, Frankfurt-Hanau und der Knoten Frankfurt am Main. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde der Verkehr wegen des Gewitters am Nachmittag vorsorglich für etwa eine Dreiviertelstunde eingestellt, sagte ein Bahnsprecher. Nach dem Weiterziehen des Gewitters sei am Abend mit Einschränkungen im Raum Hannover zu rechnen. Auch auf der Strecke zwischen Münster und Osnabrück behinderten umgestürzte Bäume den Bahnverkehr.

Die Strecke Main-Mannheim war nach Angaben der Deutschen Bahn wegen eines umgestürzten Baumes bei Worms-Bobenheim gesperrt, Fernverkehrszüge wurden umgeleitet. Unwetter mit orkanartigen Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde und Regen erreichten vielerorts auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort war die Strecke Hamm-Bielefeld wegen Bäumen auf dem Gleis unpassierbar, sie wurde bei Rheda-Wiedenbrück gesperrt. Der Fernverkehr war unterbrochen. Gesperrt waren auch die Strecken zwischen Frankfurt und Hanau in Hessen. Hier kam es zu 90-minütigen Verspätungen.

Wegen einer Gewitterzelle über dem Frankfurter Flughafen wurde um 15.20 Uhr die Abfertigung aus Sicherheitsgründen eingestellt, wie eine Flughafensprecherin sagte. Nach Wetterbesserung sei um 15.50 Uhr die Abfertigung wieder aufgenommen worden, seither herrsche "wieder normaler Betrieb".

Landkreis Rosenheim rief Katastrophenfall aus

In Bayern kämpften Feuerwehrleute unterdessen mit Löschhubschraubern gegen einen Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden. Der Landkreis Rosenheim rief den Katastrophenfall aus. Auf der Website des Landkreises hieß es, der Brand könne "nur aus der Luft bekämpft werden". "Das Gelände ist so steil und die Winde so unberechenbar, dass Einsatzkräfte nicht in der Nähe des Brandherds eingesetzt werden können."

Die nahegelegene Ramsauer Alm wurde den Angaben zufolge vorsorglich evakuiert. Feuerwehrleute positionierten sich, um ein Übergreifen der Flammen auf die Alm zu verhindern. Etwa 200 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht seien im Einsatz, teilte der Landkreis mit.

Laut Deutschem Wetterdienst ist die große Hitze vorerst vorbei – sommerlich warm bleibt es trotzdem.