Nach den rechtsgerichteten Protesten in Chemnitz ist ein weiterer Tatverdächtiger im Schnellverfahren verurteilt worden. Das Amtsgericht Chemnitz verhängte gegen den Mann wegen Zeigens des Hitlergrußes eine Geldstrafe von insgesamt 4.200 Euro.

Schon zuvor hatte es Schnellverfahren wegen der Ereignisse in Chemnitz gegeben. Drei andere Personen wurden verurteilt, ebenfalls wegen Zeigens des Hitlergrußes sowie wegen eines Angriffs auf Polizisten. Es gab Bewährungsstrafen und in einem Fall eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten.

Am kommenden Montag steht ein weiteres beschleunigtes Gerichtsverfahren gegen einen Chemnitzer bevor, der ebenfalls bei einer Demonstration den Hitlergruß gezeigt haben soll.

Am 26. August war während des Chemnitzer Stadtfestes ein 35 Jahre alter Deutscher niedergestochen und zwei weitere Männer durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt worden. Als dringend tatverdächtig gilt neben einem Syrer ein 22-jähriger Iraker, der per Haftbefehl gesucht wird. Nach dem Tod des 35-Jährigen protestierten mehrere rechte und rechtsextreme Gruppen. Dabei kam es zu Ausschreitungen und rassistischen Angriffen auf Passanten.