Bei starken Überschwemmungen in Nigeria sind dem Katastrophenschutz zufolge viele Menschen gestorben. Bisher seien es 100 Tote in zehn Bundesstaaten des Landes, sagte Behördensprecher Sani Datti der Nachrichtenagentur Reuters.

Nigeria erlebt jedes Jahr während der Regenzeit Überflutungen. In diesem Jahr fallen die Überschwemmungen allerdings besonders stark aus. Die Regierung Nigerias rief bereits in vier Bundesstaaten den Notstand aus. Kogi, Niger, Anambra und Delta seien nach heftigen Regenfällen zu Katastrophengebieten erklärt worden, teilte der Generaldirektor des Katastrophenschutzes, Mustapha Maihaja, mit.

Die Lage in acht weiteren Staaten steht Medienberichten zufolge unter Beobachtung. Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen werden demnach in Notunterkünften untergebracht. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari stellte einem Bericht der New York Times zufolge mehr als acht Millionen Euro an Nothilfe bereit.

In den vergangenen Jahren haben durch Fluten in Nigeria Tausende Menschen ihr Zuhause verloren. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas.