Die Zahl der Taifun-Opfer auf den Philippinen ist nach Behördenangaben auf mindestens 25 gestiegen. 20 der Opfer stammten aus der im Norden des Landes liegenden Region Cordillera, darunter eine Sechs-Personen-Familie, deren Haus in Baguio City durch einen Erdrutsch verschüttet wurde. Vier Personen wurden in der Provinz Nueva Vizcaya getötet – ebenfalls durch einen Erdrutsch. In der Provinz Kalinga wurde ein Mann von einem herabstürzenden Felsbrocken getötet.

Der Taifun Mangkhut zog mittlerweile weiter in Richtung China, wo der nationale Wetterdienst den Wirbelsturm am späten Sonntagabend oder in der Nacht zum Montag an der Südküste und auf der Tropeninsel Hainan erwartete.

Am Samstagmorgen war der Taifun begleitet von starken Regenfällen im Norden der Philippinen auf Land getroffen, knapp 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dabei schwächte er sich mit Windgeschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde etwas ab. Böen erreichten 285 Kilometer pro Stunde. Der Sturm entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser und löste zahlreiche Erdrutsche aus. Mehr als vier Millionen Menschen waren nach Angaben der Behörden ohne Strom. Insgesamt sollen mindestens 5,2 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen sein. Das Rote Kreuz der Philippinen geht aufgrund der Zerstörungskraft sogar von bis zu zehn Millionen Betroffenen aus. 

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte wollte sich an diesem Sonntag vor Ort einen Eindruck von der Katastrophe verschaffen. Mangkhut war bislang der stärkste Taifun in diesem Jahr auf den Philippinen. Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Einer der stärksten Taifune der vergangenen Jahre war Haiyan im November 2013. Damals starben mehr als 6.300 Menschen, mehr als vier Millionen verloren ihr Zuhause.