Bei einem von Taifun Mangkhut ausgelösten Erdrutsch sind auf den Philippinen zwei Mitarbeiterinnen der Rettungskräfte getötet worden. Polizisten der Stadt Baguio im Norden fanden die Leichen der zwei Frauen, nachdem ein durch die sintflutartigen Regenfälle aufgeweichter Hang abgerutscht war. In der gleichen Gegend kam nach Angaben des Bürgermeisters auch ein 13 Jahre altes Kind ums Leben. Im Großraum der Hauptstadt Manila ertrank ein Mädchen in einem Fluss, der durch Hochwasser angeschwollen war.

Die Zahl der Opfer werde vermutlich noch steigen, sagte der Chef des philippinischen Rats für Katastrophenschutz, Ricardo Jalal. Die Rettungskräfte hätten viele Gebiete noch nicht erreicht, deshalb sei über das Ausmaß der Zerstörung noch wenig bekannt. Insgesamt wurden Jalal zufolge aus den betroffenen Provinzen mindestens 42 Erdrutsche gemeldet. Bevor der Sturm auf das Land traf, hatten die Behörden die zweithöchste Sturmwarnstufe ausgerufen.

Strom ausgefallen, Gebäude beschädigt, Bäume entwurzelt

Der Riesensturm entwurzelte in den Provinzen Cagayan und Isabela Bäume, sorgte für Stromausfälle und beschädigte Gebäude. Mehr als fünf Millionen Menschen leben in den betroffenen Regionen. Mangkhut bringe ein etwa 900 Kilometer breites Band an Regenwolken mit sich, heißt es vom philippinischen Roten Kreuz. Die Schneise, die der Sturm durch das Land zieht, sei breiter als bei früheren Stürmen.

Mangkhut war in der Nacht zum Samstag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 205 Kilometern pro Stunde und Böen von mehr als 330 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen. Dort schwächte sich der Taifun ab, er zieht nun in Richtung China. Das Land bereitet sich mit Evakuierungen und Warnungen an die Bevölkerung auf den Sturm vor. Mitarbeiter von Plattformen im Südchinesischen Meer wurden der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge in Sicherheit gebracht, mehr als 6000 Schiffe in die Häfen zurückbeordert. In Taiwan wurde eine Frau von den hohen Wellen durch den Taifun weggerissen, wie die Behörden mitteilten.