Teilnehmer einer Kundgebung von Rechtsextremisten in Dortmund haben Polizisten und Gegendemonstranten mit Feuerlöschern angegriffen und sie mit Pulver besprüht. Acht Männer wurden vorläufig festgenommen, nach Feststellung der Identität aber wieder entlassen, sagte ein Polizeisprecher. Die Behörde ermittelt gegen sie wegen des Anfangsverdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und Landfriedensbruchs. Unter den Tatverdächtigen ist auch ein Mitglied des Dortmunder Stadtrats. Laut Polizei ist er Vorstandsmitglied der Partei Die Rechte.

Die Männer bewarfen nach Polizeiangaben bei ihrer Abreise nach der Kundgebung aus einem Kleinbus heraus Polizisten und Gegendemonstranten mit einer Flasche. Dann sprühten sie aus mehreren Feuerlöschern Pulver auf die Polizisten und Gegendemonstranten.

Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Bei der rechtsextremen Kundgebung auf dem Dortmunder Sonnenplatz waren nach Polizeiangaben 25 Menschen. Ihnen standen rund 150 Gegendemonstranten gegenüber.

Zuvor hatte es am Mittwoch eine Kundgebung von Rechtsextremen mit 60 Menschen auf dem Dortmunder Nordmarkt gegeben. Auch hier versammelten sich laut Polizei etwa 250 Menschen zu einer spontanen Gegendemo. Ein Gegendemonstrant wurde festgenommen, weil er Teilnehmer der rechtsextremen Versammlung mit Pferdemist beworfen hatte.