Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terrorzelle in der Teilrepublik Tatarstan aufgedeckt. Die 18 Mitglieder der islamistischen Gruppierung hätten "mehrere aufsehenerregende Aktionen" in Russland geplant, teilte der FSB mit. Details zu den Plänen wurden nicht genannt.

Die Gruppe rechne sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und habe Jugendliche für den Kampf in Syrien rekrutiert, hieß es. Sieben Mitglieder hätten die eigentliche Terrorgruppe gebildet, die anderen seien Unterstützer gewesen. Sie seien festgenommen worden.

Sicherheitskräfte stellten den Angaben zufolge bei mehreren Durchsuchungen Waffen, Munition und extremistische Literatur sicher. Dem Zugriff sollen lange Ermittlungen vorausgegangen sein.

Russische Behörden gehen in Tatarstan immer wieder gegen Gruppen mit islamistischem Hintergrund vor. Viele Männer aus der Teilrepublik sollen in Syrien oder im Irak aufseiten des IS gekämpft haben.