Bei einer Explosion vor einer Außenstelle des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im Norden des Landes ist ein Mensch getötet worden. "Ein Sprengkörper ist explodiert", sagte ein Sprecher des örtlichen Gouverneurs. Drei Menschen seien nach dem Vorfall in der Stadt Archangelsk verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um einen Terroranschlag. Ein 17-Jähriger habe am Eingang des Gebäudes einen gebastelten Sprengsatz aus einer Tasche geholt, der kurze Zeit später in seinen Händen explodiert sei, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee Russlands mit. Bei dem Toten handelt es sich demnach um den Angreifer, bei den drei Verletzten um Mitarbeiter des FSB.

Am Dienstag hatten russische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben eine mutmaßliche islamistische Terrorzelle mit 18 Mitgliedern in der Teilrepublik Tatarstan an der Wolga festgenommen. Die Gruppe habe "mehrere aufsehenerregende Aktionen" in Russland geplant, hatte der FSB mitgeteilt. Die Mitglieder würden sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" zählen und hätten Jugendliche für den Kampf in Syrien rekrutiert.