Hurrikan Michael - Wirbelsturm richtet in Florida schwere Verwüstungen an Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 250 Kilometer pro Stunde ist Hurrikan Michael in Florida auf die Küste getroffen. Präsident Donald Trump rief den Notstand aus. © Foto: picture alliance/Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times/AP/dpa

Die Behörden in den USA haben Such- und Rettungsmannschaften in die von Hurrikan Michael betroffenen Gebiete in Florida entsandt. Dies sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott. Der Sturm hinterließ abgedeckte Gebäude, überflutete Ortschaften und entwurzelte Bäume. In mehr als 388.000 Haushalten und Geschäften kam es zu Stromausfällen.

Laut einem Bericht des Senders CNNkam ein Mann ums Leben. Er sei von einem herabfallenden Baum erschlagen worden, teilte eine Sprecherin des Sheriffbüros im Bezirk Gadsden mit. Der Baum sei durch das Dach seines Anwesens im Ort Greenboro gestürtzt. Einsatzkräfte seien auf dem Weg zu dem Haus, hätten aber mit auf dem Boden liegenden Hochspannungsleitungen und blockierten Straßen zu kämpfen, hieß es.

Michael war am Mittwochnachmittag nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste getroffen. Dem Sturm fehlten nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Erste Videoaufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Trümmer und Überflutungen. Experten sprachen vom heftigsten Hurrikan in der Region seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Gefahr von Sturzfluten und Tornados

Die Behörden hatten zahlreiche Menschen vorab dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Viele kamen dem aber nicht nach. 192.000 Haushalte und Geschäfte seien ohne Strom. Doch seien Tausende Mitarbeiter von Betreiberfirmen ausgerückt, um die Elektrizitätsversorgung wiederherzustellen.

Gouverneur Rick Scott sagte, Bewohner sollten sich weiterhin von den Straßen fernhalten, damit diese von Ersthelfern befahren werden könnten. Scott warnte auch vor der Gefahr von Sturzfluten und Tornados. Behördenvertreter hätten bereits Berichte über mindestens zwei Tornados in Florida erreicht.

Während seines Weiterzugs nach Norden schwächte sich der Sturm zu einem Hurrikan der Kategorie eins ab. In einigen Gebieten in Georgia galten Tornadowarnungen.

US-Präsident Donald Trump begann am Abend seine Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung damit, den Menschen in den betroffenen Gebieten sein Mitgefühl auszusprechen. Die "Gedanken und Gebete" der gesamten Nation seien bei ihnen. Er kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen.