Bei den schweren Unwettern und Überflutungen auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sind nach Angaben des Rettungsdienstes 112 neun Menschen gestorben. Mehrere weitere Menschen würden vermisst. Zudem gebe es drei Verletzte, 200 Menschen könnten ihre Wohnungen und Häuser nicht mehr betreten.

Unter den Opfern waren nach Behördenangaben mindestens zwei Briten. Ob auch Deutsche gestorben sind, ist unklar. Das Auswärtige Amt teilte mit, bislang lägen keine entsprechenden Informationen vor. Das deutsche Konsulat in Palma de Mallorca stehe in engem Kontakt mit den Behörden der Mittelmeerinsel.

Am schwersten betroffen waren die Ortschaft Sant Llorenç des Cardassar sowie das benachbarte Dorf S'Illot. Nach Angaben der Regionalregierung fielen am Dienstag in dem rund 60 Kilometer östlich von Palma gelegenen Gebiet binnen weniger Stunden rund 220 Liter Regen pro Quadratmeter. Ein Fluss trat über die Ufer. Am Mittwochmorgen waren mehrere Landstraßen unbefahrbar sowie einige Ortschaften nach Medienberichten ohne Strom- und Wasserversorgung und von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten.

Regierungschef Pedro Sánchez sprach den Opfern und ihren Familien sowie allen von den "tragischen Überflutungen" Betroffenen auf Twitter sein Beileid aus und sicherte ihnen die Unterstützung der Regierung in Madrid zu. Er wolle noch am heutigen Mittwoch auf die Insel fliegen, um sich ein Bild von der Lage zu machen, hieß es.