Nach dem verheerenden Waldbrand im Norden Kaliforniens ist die Zahl der Vermissten stark angestiegen. Sie habe sich auf 631 mehr als verdoppelt, sagte der Sheriff des Bezirks Butte, Kory Honea. Demnach wurden außerdem sieben weitere Leichen gefunden.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer durch das sogenannte camp fire um die Stadt Paradise stieg auf 63. Damit sind seit Beginn der Aufzeichnungen mehr Menschen als je zuvor durch ein Feuer in dem Bundesstaat gestorben.

Zum starken Anstieg der Vermisstenzahl sagte Honea, Ermittlerinnen und Ermittler hätten unter anderem Notrufe nach dem Ausbruch des Waldbrandes vor einer Woche ausgewertet. Es habe ein "außerordentliches Chaos" geherrscht. US-Präsident Donald Trump will am Samstag nach Kalifornien reisen, um sich mit Betroffenen der Waldbrände zu treffen, teilte das Weiße Haus mit.   

Vom Ort Paradise blieben nur qualmende Ruinen übrig. Hunderte von Helferinnen und Helfer in weißen Schutzanzügen und speziell ausgebildete Spürhunde suchten in den Trümmern weiter nach möglichen Opfern.

Der Süden Kaliforniens bei Malibu nordwestlich von Los Angeles ist ebenfalls von einem verheerenden Feuer betroffen. Dort belief sich die Zahl der Todesopfer bislang auf zwei.