Der Schauspieler Rolf Hoppe ist tot. Er sei am Mittwoch "nach einem erfüllten Leben im Kreise seiner Familie (...) friedlich entschlafen", teilte die Familie am Donnerstag über das Hoftheater Dresden mit.

Rolf Hoppe spielte seit 1963 insgesamt mehr als 400 Film- und Bühnenrollen. Seine Schauspielerkarriere begann Hoppe in einer Laientheatergruppe in seinem Heimatort Ellrich in Thüringen. Einem breiten Publikum bekannt wurde Rolf Hoppe mit seiner Rolle im beliebten Defa-Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973) von Václav Vorlíček.

Internationale Bekanntheit erlangte er 1981 mit seiner Rolle im deutsch-ungarischen Film Mephisto, in dem er den nationalsozialistischen Politiker und ehemaligen Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Hermann Göring, spielte. Der Spielfilm von István Szabó wurde 1982 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film prämiert.

Auch seine Rolle als Vater der Pianistin Clara Schumann in der Frühlingssinfonie von Peter Schamoni machte Hoppe einem internationalen Publikum bekannt. Bei den Salzburger Festspielen spielte er mehrmals die Rolle des Mammon in Jedermann. Außerdem wirkte Hoppe in mehreren ARD-Tatorten mit.

1995 hatte der Schauspieler am Rande von Dresden einen Bauernhof gekauft und mit Freunden das Hoftheater Dresden gegründet. 2017 war Hoppe erster Preisträger beim Märchenfilmfestival fabulix in Annaberg-Buchholz in Sachsen, wo er für sein Lebenswerk geehrt wurde. Außerdem erhielt er den Orden des Dresdner Semperopernballs. Rolf Hoppe wurde 87 Jahre alt.