2018 werden offenbar weniger Menschen einen Asylantrag stellen, als die im Koalitionsvertrag vorgesehene Obergrenze vorsieht. Bis Jahresende rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit rund 166.000 neuen Anträgen, berichtet die Bild am Sonntag. Bis Ende November lag die Zahl der Erstanträge nach offiziellen Angaben des Bamf bei knapp 152.000.

Union und SPD hatten vereinbart, die Gesamtzahl der neu hinzukommenden Flüchtlinge in den kommenden Jahren zwischen 170.000 und 220.000 im Jahr zu halten. 2017 hatten Flüchtlinge noch 198.317 Asylanträge gestellt, darunter rund 114.000 im Rahmen des Familiennachzugs.

Rund 30.000 der Menschen, die 2018 einen Asylantrag gestellt haben, sind jünger als ein Jahr. Babys werden wie ihre Eltern als Erstantragsteller registriert.

Tausende Menschen haben Deutschland 2018 wieder verlassen. Rund 26.500 Flüchtlinge erhielten kein Asyl oder hatten den Antrag in einem anderen EU-Land gestellt. Außerdem seien 18.500 freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt, berichtet die Zeitung.