Wegen langer Wartezeiten haben am Frankfurter Flughafen etwa 3000 Lufthansa-Passagiere ihre Flüge verpasst. Dem Flughafenbetreiber Fraport zufolge hätten am Samstag fast 200.000 Menschen den Airport genutzt – üblich sind 150.000 bis 180.000. Wegen dieses "absoluten Spitzentags" ergaben sich an den Kontrollstellen Wartezeiten von bis zu 90 Minuten. Viele Passagiere erreichten ihre Flüge nicht rechtzeitig.

Weil das Gepäck der betroffenen Reisenden ausgeladen werden musste, hoben 88 Lufthansa-Maschinen mit Verspätung ab. Das Gepäck darf nicht ohne die Passagiere fliegen. Insgesamt habe es am Samstag 430 Lufthansa-Starts gegeben, 68.000 Passagiere hätten ursprünglich mitfliegen wollen.

Zu wenig Personal

Ein Sprecher der für die Kontrollen zuständige Bundespolizei sagte, man wolle gemeinsam mit ihren drei Sicherheitsdienstleistern analysieren, wie es zu der Situation kommen konnte. Es sei bekannt, dass die Dienstleister zu wenig Personal hätten und zudem die Infrastruktur bei einem großen Passagieraufkommen an ihre Grenzen stoße.

Bereits im Sommer hatte es Staus an den Kontrollstellen gegeben. Dem Fraport-Sprecher zufolge laufen seit Monaten Gespräche mit allen Beteiligten, um die Stellen zu entlasten. Um den Prozess zu beschleunigen, richtete die Bundespolizei Ende November neue Kontrollstationen ein. Die Ergebnisse des Testlaufs sollen Anfang des Jahres vorliegen.