Nach einer Hundeattacke auf eine syrische Familie in Magdeburg ist der Hundehalter zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Magdeburger Landgericht verhängte gegen den 24-Jährigen eine vierjährige Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Damit folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch beantragt.

Im vergangenen Mai hatte der Mann in einem Magdeburger Park eine syrische Familie zunächst beschimpft, beleidigt und vor ihnen ausgespuckt. Schließlich hetzte er seine beiden Hunde auf den Vater, der sich schützend vor seine Angehörigen gestellt hatte. Der 29-Jährige erlitt mehrere Bisswunden.

Der Verurteilte ist für die Behörden kein Unbekannter. Wie die Ermittlungen ergaben, soll er seine Hunde zwei Monate vor dem Vorfall im Park auf einen Deutschen gehetzt haben. Vergangenen Februar soll er zudem in einer Straßenbahn in Magdeburg einen Ausländer geschlagen haben. Als ein anderer Fahrgast den Angreifer zum Verlassen der Bahn aufforderte, soll er auch diesen Mann attackiert haben.

Der Angeklagte sitzt seit Mai dieses Jahres in Untersuchungshaft. Bislang hat er zu den Vorwürfen gegen ihn geschwiegen.