Den Vorstoß der Deutschen Umwelthilfe für striktere Vorschriften gegen Silvesterböller lehnt CDU-Vize Julia Klöckner ab. Die geltenden Regeln reichten aus: "Dass es immer wieder Deppen gibt, die sich nicht daran halten, kommt leider auch in anderen Bereichen des Alltags vor", sagte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft dem Spiegel.

Die Umweltschützerinnen und Umweltschützer hatten gefordert, Feuerwerk aus Innenstädten mit hoher Feinstaubbelastung zu verbannen, da an Silvester in nur wenigen Stunden Tausende Tonnen Feinstaub freigesetzt würden. Außerdem würden Hunderte Menschen an Silvester verletzt.

Es könne nicht sein, dass diejenigen, die sich falsch verhielten, das Leben derer bestimmen, die korrekt agierten, sagte Klöckner. "In einer freien Gesellschaft wird es immer um das Austarieren von Regeln und verantwortungsbewusster Freiheit gehen." Der Ansatz der Umwelthilfe sei "Bevormundung" und beeinträchtige das "Verantwortungsbewusstsein" der Bürgerinnen und Bürger.

Laut einer Onlineerhebung des Instituts Civey für die Funke Mediengruppe ist auch eine Mehrheit der Deutschen für ein Verbot von Feuerwerk in deutschen Innenstädten – knapp 60 Prozent der Befragten sind demnach für ein generelles Böllerverbot in dicht besiedelten Umgebungen. 41 Prozent halten dies "auf jeden Fall" für angebracht.