Die Zahl der Menschen, die bei dem Anschlag auf einen Straßburger Weihnachtsmarkt getötet worden sind, ist auf fünf gestiegen: Ein 36-jähriger Mann ist nach Angaben französischer Behörden seinen Verletzungen erlegen. 

Am vergangenen Dienstag hatte der mutmaßliche Attentäter Chérif C. in der Innenstadt von Straßburg Passanten mit Stich- und Schusswaffen angegriffen. Zahlreiche Menschen waren verletzt worden. Der 29-Jährige, der schon wegen zahlreicher anderer Vergehen mehrfach in Haft gewesen war, floh und wurde zwei Tage später nach einer polizeilichen Großfahndung erschossen. Das Motiv des mutmaßlichen Täters ist noch unklar. Zwar reklamierte der "Islamische Staat" den Anschlag nach dem Tod C.s für sich, der französische Innenminister Christophe Castaner äußerte jedoch Zweifel an diesem Bekenntnis und bewertete den Anspruch als "opportunistisch".

Die Behörden gehen davon aus, dass sich Chérif C. im Gefängnis radikalisiert hat. C. wurde in einer Gefährderdatei der französischen Regierung gelistet und geheimdienstlich überwacht.

Einige Personen aus dem persönlichen Umfeld C.s waren befragt worden. Nach Angaben der Behörden kamen seine Eltern und zwei Brüder wieder frei, zwei weitere Verdächtige wurden an diesem Sonntag entlassen. Eine Person soll sich weiterhin in Gewahrsam befinden.