Vier Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo sollen 14 Verdächtige auf die Anklagebank. Ermittlungsrichter ordneten einen Prozess an, hieß es aus Justizkreisen. Nach Angaben des Senders France Info werden sie verdächtigt, die Attentäter logistisch unterstützt zu haben. Elf der Verdächtigen befinden sich demnach bereits in den Händen der Justiz, gegen die drei anderen wurde Haftbefehl erlassen.

Bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo sowie eine Polizistin und einen jüdischen Supermarkt waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden. Polizisten erschossen die drei mutmaßlichen islamistischen Täter. Die aktuellen Ermittlungen der Justiz betreffen die gesamte Anschlagsserie, die sich über mehrere Tage hinzog. Die Angriffe leiteten eine beispiellose Terrorserie in Frankreich ein, bei der insgesamt etwa 250 Menschen starben.

Die drei flüchtigen Personen werden unter anderem im Jemen gesucht. Sie sollen die Brüder Chérif und Saïd Kouachi unterstützt haben, die bei dem Angriff auf die Satirezeitung am 7. Januar 2015 zwölf Menschen töteten.

Zudem sollen sie dem Islamisten Amédy Coulibaly geholfen haben, der kurz danach eine Polizistin erschoss und vier weitere Menschen bei einer Geiselnahme in dem jüdischen Supermarkt Hyper Casher tötete. Ein Termin für den Prozess vor einem Schwurgericht steht noch nicht fest.