Australiens Polizei hat einen Mann festgenommen, der Dutzende verdächtige Pakete an Auslandsvertretungen geschickt haben soll. Der 49-Jährige sei in seiner Wohnung im südöstlichen Bundesstaat Victoria festgenommen worden, erklärte die Polizei. Die Staatsanwaltschaft bestätigte inzwischen, dass die Päckchen Asbest enthielten.

Bei einem ersten Gerichtstermin machte der Mann keine Angaben zu seinen Motiven. Er beantragte auch nicht, auf Kaution freizukommen. Die Höchststrafe für die ihm vorgeworfene Tat beträgt zehn Jahre Haft.

Rund zehn diplomatische Vertretungen hatten am Mittwoch die Lieferung verdächtiger Päckchen gemeldet. Einige von ihnen sollen mit dem Wort Asbest beschriftet gewesen sein. Zu den Vertretungen gehörten die der USA, Großbritanniens, Indiens, Südkoreas, Pakistans, Israels, der Schweiz und Griechenlands. Am Montag war ein verdächtiges Päckchen im argentinischen Konsulat in Sydney entdeckt und entfernt worden.

"Die Polizei hat bislang 29 dieser Päckchen geborgen", teilte die australische Bundespolizei mit. Nun werde überprüft, ob die Substanz in den Päckchen aus dem Haus des Verdächtigen stamme.