Nach dem Zugunglück in Dänemark ist die Zahl der Todesopfer auf acht gestiegen. Die Rettungskräfte hätten in dem verunglückten Zug zwei weitere Leichen gefunden, teilte die dänische Polizei mit. Bei den Toten handelt es sich demnach um fünf Frauen und drei Männer. 16 weitere Menschen wurden verletzt, sie schweben aber nicht in Lebensgefahr.

Das Wetter mit viel Wind und die schweren Schäden am Zug hätten die Ermittlungen deutlich erschwert. Wegen der Schäden sei es äußerst schwierig gewesen, in alle Ecken des Zuges zu gelangen. Polizeichef Lars Bræmhøj sagte, dass sich die Todesopfer vor allem im ersten Waggon des Zuges befunden hätten. Die Polizei ist sich nun sicher, dass niemand mehr im Zug ist.

Ausgelöst wurde das schwerste Zugunglück in Dänemark seit fast 30 Jahren vermutlich durch einen leeren Lastwagenanhänger, der sich während des Sturms von einem Frachtzug der Deutschen Bahn-Tochter DB Cargo löste und in den Personenzug stieß. Sowohl der auf der Storbæltbrücke verunglückte Passagierzug als auch der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, teilte die Polizei mit.

Frühestens im Laufe dieses Donnerstags will die Polizei nähere Auskünfte zu den Opfern geben. An der Identifizierung der Toten wurde noch gearbeitet.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es in Teilen Skandinaviens heftig gestürmt. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Sjælland und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Sjælland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.