Bei einem Anschlag auf einen Hotel- und Bürokomplex in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind nach Angaben des kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta mindestens 14 Menschen getötet worden. De Polizei hatte zuvor von mehr als 15 Todesopfern gesprochen. Unter den Opfern sollen elf Kenianer, ein US-Bürger und ein Brite sein. Zu dem Anschlag bekannte sich die Islamistenmiliz Al-Shabaab aus dem benachbarten Somalia.

Präsident Kenyatta hat den Einsatz der Sicherheitskräfte gegen die Terroristem Angriff offiziell für beendet erklärt. "Alle Terroristen sind eliminiert worden", sagte Kenyatta.  Mindestens 14 Menschen seien bei dem Anschlag getötet worden, 700 Zivilisten seien gerettet worden.

Der Angriff begann Polizeiangaben zufolge am Dienstagnachmittag mit einer Explosion vor dem Hotel DusitD2. Daraufhin habe sich ein Selbstmordattentäter im Foyer des Hotels in die Luft gesprengt, sagte Polizeichef Joseph Boinnet. Dabei seien mehrere Menschen schwer verletzt worden. Um wie viele Angreifer es sich handelte, war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten zudem von Schüssen in der Hotelanlage. Boinnet sprach von einem koordinierten Angriff, einige "bewaffnete Kriminelle" befänden sich noch immer in dem Gebäude.

Kurz nach dem Angriff reklamierte die somalische Terrorgruppe Al-Shabaab den Angriff via dem Radiosender Al-Andalus für sich. Das berichtete auch die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Webseite Intelligence Group. Das Hotel liegt nicht weit von dem Einkaufszentrum, in dem 2013 bei einem Anschlag von Al-Shabaab fast 70 Menschen getötet wurden.

"Deutschland steht Kenia zur Seite"

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich "bestürzt über den menschenverachtenden Terroranschlag" in Nairobi. Deutschland stehe Kenia "als Partner in dieser schweren Stunde zur Seite", sagte er. "Wir werden unsere Bemühungen um Stabilität und Sicherheit in der Region unerlässlich fortführen."

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab verübt immer wieder Anschläge in Kenia. 2015 starben fast 150 meist junge Menschen bei einem Anschlag auf die Universität von Garissa im Südosten des Landes. Der Al-Shabaab-Angriff auf den kenianischen Militärstützpunkt El Adde in Somalia ist heute genau drei Jahre her. Kenia unterstützt sein Nachbarland im Kampf gegen die Terrorgruppe.