Die russische Anwältin Natalja Wesselnizkaja, die eine Rolle in der Russland-Affäre in den USA spielt, ist in einem anderen Fall wegen Behinderung der Justiz angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft in New York beschuldigt Wesselnizkaja, Ermittlungen in einem Geldwäschefall beeinträchtigt zu haben, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Es geht dabei um ein Verfahren gegen einen russischen Unternehmer und seine Investmentfirma. In der Anklage wird Wesselnizkaja vorgeworfen, heimlich mit einem russischen Staatsanwalt zusammengearbeitet zu haben, um eine "absichtlich irreführende" Erklärung vor Gericht abzugeben. 

Die Anwältin spielt eine Rolle in der Russland-Affäre um Donald Trump, weil sie sich während des Wahlkampfes 2016 im Trump-Tower in New York mit dem ältesten Sohn des heutigen Präsidenten, Donald Trump Jr., dem Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, und dem ehemaligen Wahlkampfchef Paul Manafort getroffen hatte.

Trump Jr. hatte dem Treffen nach eigener Aussage zugestimmt, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war. In einer E-Mail an ihn im Vorfeld des Treffens war von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, Donald Trump zu helfen.

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