Bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke in Berlin-Köpenick sind am Dienstag wichtige Stromkabel beschädigt worden. Etwa 31.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe in Berlin waren auch im Verlauf des Mittwochs ohne Strom. Es seien "komplizierte Tiefbau- und Reparaturarbeiten erforderlich", twitterte der Energiekonzern. 

Eine Sprecherin Vattenfalls sagte, dass der Schaden erst gegen 21.30 Uhr vollständig repariert sein dürfte. Zunächst hieß es, die Störung solle am Mittwochnachmittag wieder behoben sein. Dieser Plan könne jedoch nicht eingehalten werden. Ab 18.30 Uhr soll rund die Hälfte der betroffenen Häuser wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. Für diese Teilversorgung soll Strom aus umliegenden Gegenden verwendet werden.

Bei einer Bohrung waren das Hauptkabel sowie das Ersatzkabel beschädigt worden, was zum Blackout führte. Die verantwortliche Firma habe sich vorab nicht über deren Verlauf informiert, teilte der Energiekonzern mit. Die Bauarbeiten werden "unter sehr beengten Bedingungen" stattfinden. Die Baugrube biete nur Platz für vier bis sechs Arbeiter.     

Von dem Stromausfall sind die Berliner Stadtteile Köpenick und Lichtenberg betroffen. Der Stromausfall hatte einen Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) ausgelöst. Aus dem Krankenhaus Köpenick wurden 23 Patienten in andere Einrichtungen notverlegt, sagte die Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Stromversorgung im Krankenhaus konnte jedoch mit Hilfe des THW wiederhergestellt werden. Nach Angaben der Feuerwehr waren auch der Mobilfunk und das Festnetz von dem Stromausfall betroffen. Die Behörden hatten deshalb Anlaufstellen für Anwohner eingerichtet. Auch bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) war es zu Unterbrechungen mehrerer Straßenbahnlinien gekommen. 

Im Südosten Berlins bleiben die Schulen und Kindergärten in den betroffenen Ortsteilen am Mittwoch geschlossen. Das teilte das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit. Betroffen sind demnach die Ortsteile Bohnsdorf, Grünau, Köpenick, Müggelheim und Schmöckwitz.