Bei einem großflächigen Brand in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Das Feuer zerstörte Wohngebäude in der Altstadt, in denen auch Chemieprodukte gelagert wurden, sagte Feuerwehrchef Ali Ahmed. "Die Zahl der Toten könnte noch ansteigen." Die Suche dauere noch an.

Der Feuerwehr zufolge brach der Brand am späten Mittwochabend aus. Demnach explodierte womöglich zunächst eine Gasflasche und löste einen Brand in einem Wohngebäude aus, in dem auch leicht entzündliche Chemikalien wie Sprays gelagert wurden. Die Flammen breiteten sich dann auf mindestens vier benachbarte Gebäude aus, in denen ebenfalls Chemikalien gelagert wurden.

Unter den Opfern befinden sich laut der Polizei auch Passanten und Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft. Eine Flucht vor den Flammen wurde durch verstopfte Straßen der Hauptstadt erschwert. "Zum Zeitpunkt des Brandes gab es einen Stau", sagte der Feuerwehrchef. "Deswegen konnten die Menschen nicht flüchten." Die Straßen in der Gegend seien sehr eng.

200 Helfer arbeiteten am Unglücksort, um weitere Leichen zu bergen. Nach Angaben eines Feuerwehrvertreters war der Brand später zwar unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. "Es wird dauern. Das ist kein Feuer wie jedes andere", sagte der Feuerwehrchef weiter. 

Eine ähnliche Brandkatastrophe hatte sich bereits 2010 in Dhaka zugetragen. Bei einem Feuer in einem Wohngebäude, in dem ebenfalls Chemikalien gelagert wurden, starben damals mehr als 120 Menschen. Damals wurde eigentlich als Konsequenz gefordert, Depots für Chemieprodukte aus solchen Gebieten zu verlegen.