Nach dem Fund von 18 Handgranaten in einem Auto am Dresdner Hauptbahnhof sind gegen zwei Verdächtige Haftbefehle erlassen worden. Das Landeskriminalamt (LKA ) geht davon aus, dass die Sprengkörper echt sind. Die kriminaltechnische Untersuchung von zunächst einer der Handgranaten habe ergeben, dass Zünder und Splitter aus industrieller Fertigung stammten, teilte das LKA mit.

Die Handgranaten waren am Dienstag versteckt in einem Geländewagen am Dresdner Hauptbahnhof gefunden worden. Die zwei Verdächtigen im Alter von 17 und 28 Jahren sitzen wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in Untersuchungshaft.

Bei dem Fund handelt es sich laut LKA mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen beim Militär gebräuchlichen Sprengstoff. Untersuchungsergebnisse für die übrigen Handgranaten lagen noch nicht vor. "Wir müssen davon ausgehen, dass alle funktionsfähig sind", sagte ein Sprecher.

Eine politische Motivation konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. Ein konkreter Verdacht in diese Richtung wurde aber nicht geäußert. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) ermittle in alle Richtungen, hieß es.