Die Bundespolizei kann mit dem Einsatz sogenannter Bodycams beginnen. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mitteilte, hat der Personalrat die dafür nötige Dienstvereinbarung unterschrieben. Mit den am Körper getragenen Videokameras können Polizeibeamtinnen und -beamte ihre Einsätze dokumentieren. Dadurch soll ermöglicht werden, dass die Rechtmäßigkeit ihres Handelns auch im Nachhinein überprüft werden kann.

Für den Einsatz der Kameras gibt es bei der Bundespolizei allerdings Hürden. Laut Gesetz muss es dabei um den "Schutz von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei oder Dritten gegen eine Gefahr für Leib, Leben, Freiheit oder Eigentum" gehen, die Verfolgung von Straftaten oder im Einzelfall auch um Ordnungswidrigkeiten "von erheblicher Bedeutung". Nach bestimmten Fristen sind die Daten zu löschen, falls sie nicht zur Aufklärung benötigt werden.

Wie die Bild-Zeitung berichtete, regelt die neue Dienstvereinbarung die Anwendung der Geräte, den Umgang mit den Aufnahmen und den Schutz der Identität der Beamten, wenn Aufnahmen etwa für Gerichtsverfahren an Dritte herausgegeben werden müssen. Gemäß den Dienstvereinbarungen entscheiden die Vorgesetzten, wann und wo die Kamera eingesetzt wird. "Leistungs- und Verhaltenskontrollen" anhand der Aufnahmen sind allerdings unzulässig. Auch für interne Ermittlungen dürfen die Aufnahmen nicht verwendet werden.

Laut den Plänen des Ministeriums sollen bis Jahresende 2.300 Bodycams schrittweise bei der gesamten Bundespolizei eingeführt werden. Genutzt werden nach Angaben des Ministeriums Geräte des Typs Motorola Si500.