In die Affäre um die von Amazon-Chef Jeff Bezos gegen eine Boulevardzeitung erhobenen Erpressungsvorwürfe schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein. Bundesstaatsanwälte in New York untersuchen, ob das hinter dem National Enquirer stehende Unternehmen American Media Inc. (AMI) gegen ein Kooperationsabkommen verstoßen hat. Das berichtet unter anderem die New York Times

Für dieses Abkommen hatte das Unternehmen Straffreiheit trotz  Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierung erhalten. AMI hatte  zugegeben, Schweigegeld gezahlt zu haben, um den damaligen Kandidaten Donald Trump im Wahlkampf vor dem Vorwurf einer Affäre zu schützen. Das Kooperationsabkommen beinhaltet, dass AMI drei Jahre in keine Straftaten verwickelt sein darf. Erpressung wäre eine Straftat. AMI reagierte nicht auf Anfragen zu dem Vorgang.     

Bezos wirft dem Verleger der Boulevardzeitung Erpressung im Zusammenhang mit intimen Fotos vor. Der National Enquirer habe damit gedroht, die Fotos von ihm zu veröffentlichen, wenn er Ermittlungen gegen das Boulevardblatt nicht einstelle, teilte Bezos am Donnerstag in einem Blogeintrag auf Medium.com mit.

Er sollte außerdem erklären, dass er keine Anhaltspunkte für ein politisches Motiv der Zeitung hinter einer Enthüllungsgeschichte über ihn habe. Der National Enquirer hatte vergangenen Monat einen Bericht über eine außereheliche Affäre von Bezos veröffentlicht.