Die Flugschreiberdaten der am vergangenen Sonntag abgestürzten Ethiopian-Airlines-Maschine ähneln offenbar denen der verunglückten indonesischen Lion-Air-Passagiermaschine. Nach den bisherigen Erkenntnissen aus den gesicherten Daten gebe es eine "klare Ähnlichkeit" zwischen beiden Fällen, sagte die äthiopische Verkehrsministerin Dagmawit Moges. Diese würden noch näher untersucht.

Die Flugschreiber der abgestürzten Maschine waren seit Freitag von der französischen Luftsicherheitsbehörde Bureau d'Enquêtes et d'Analyses pour la sécurité de l'aviation civile (BEA) ausgewertet worden. Auch US-Experten sind an der Untersuchung beteiligt. Die sogenannten Blackboxes zeichnen den Sprechfunk im Cockpit und alle Flugdaten auf, weswegen sie für die Klärung der Unglücksursache entscheidend sind.

Die BEA teilte nun mit, die Daten seien erfolgreich heruntergeladen und an das äthiopische Ermittlerteam weitergegeben worden. Die technische Arbeit sei beendet. Verkehrsministerin Moges bestätigte, dass die Blackbox in gutem Zustand sei und fast alle Daten gesichert worden seien. Sie kündigte die Veröffentlichung eines vorläufigen Untersuchungsberichts in 30 Tagen an.

Die Boeing 737 Max 8 war vergangenen Sonntag kurz nach dem Start in Addis Abeba abgestürzt. Dabei waren alle 157 Insassen ums Leben gekommen. Es war bereits der zweite Absturz des gleichen Flugzeugtyps innerhalb von fünf Monaten. Im Oktober war eine baugleiche Maschine der indonesischen Lion-Air-Passagiermaschine abgestürzt. Vieles deutet darauf hin, dass es Parallelen zwischen den beiden Abstürzen gibt. Nach dem jüngsten Absturz hatten viele Staaten ein Startverbot für die Flugzeuge dieser Bauart erlassen. Auch der Flugzeugbauer Boeing selbst hatte daraufhin empfohlen, den Flugzeugtyp vorerst nicht mehr starten zu lassen.