Im Prozess um die Kinderpornoplattform Elysium sind vier Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht im hessischen Limburg verhängte Strafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten sowie neun Jahren und neun Monaten. Gegen den Angeklagten, der die längste Haftstrafe erhielt, wurde zudem Sicherungsverwahrung über die Haftzeit hinaus verhängt.

Die Männer aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sollen das im Darknet betriebene Forum mit Zehntausenden Mitgliedern aufgebaut oder als Administrator, Programmierer oder Moderator betreut haben. Seit Ende 2016 tauschten dort mehr als 87.000 Mitglieder kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Im Prozess wurden die Verantwortlichen der Kinderpornoplattform unter anderem wegen der Verbreitung, des Erwerbs und Besitzes kinderpornografischer Schriften angeklagt.

Das Gericht folgte im Kern dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zwischen knapp vier und neun Jahren sowie die Sicherungsverwahrung für den betreffenden Angeklagten verlangt hatte. Die Verteidigung plädierte teils auf Freisprüche sowie mildere Strafen und forderte, von Sicherungsverwahrung abzusehen.