In Mailand haben Zehntausende gegen die Politik der italienischen Regierung und Rassismus demonstriert. Der Protest sei ein "machtvolles politisches Zeugnis, dass Italien nicht nur jenes Land ist, das derzeit beschrieben wird", sagte der Bürgermeister der norditalienischen Metropole, Giuseppe Sala. Mailand sende ein Signal für ein "anderes Italien" aus.

Die Demonstration war von Hilfsorganisationen und sozialen Vereinigungen organisiert worden, um "gegen eine Politik der Angst" zu protestieren. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zogen durch die Innenstadt und versammelten sich schließlich auf dem Platz vor dem Mailänder Dom. Der Stadtrat für Soziales, Pierfrancesco Majorino, sprach auf Twitter von etwa 200.000 Teilnehmenden.

Italien wird seit Juni 2018 von einer Koalition der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung und der ausländerfeindlichen Lega regiert. Das Motto der Demonstration war "Prima le persone" (Die Menschen zuerst). Damit spielte sie auf den Slogan "Prima gli Italiani" (Italiener zuerst) an, den Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini immer wieder nutzt. Salvini verfolgt eine harte Linie gegen Migrantinnen und Migranten.

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