Im vergangenen Jahr haben 1,4 Millionen Mütter und 433.000 Väter Elterngeld bezogen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren das insgesamt vier Prozent mehr als im Jahr 2017. Während die Anzahl der Elterngeld beziehenden Mütter um drei Prozent zunahm, stieg die Zahl der Väter um knapp sieben Prozent.

Etwa ein Drittel der Frauen entschied sich dabei für das 2015 eingeführte Elterngeld Plus, das in der Regel mit einer Teilzeitbeschäftigung kombiniert wird. Die Eltern bekommen dann zwar monatlich weniger Geld, als wenn sie gar nicht arbeiten, dafür steigt allerdings die Bezugsdauer auf 36 Monate statt 14 Monate für beide Eltern zusammen. Bei Männern nahmen 13 Prozent das Elterngeld Plus in Anspruch. 

Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Während in Mecklenburg-Vorpommern 20,6 Prozent der elterngeldberechtigten Frauen Elterngeld Plus wählten, waren es in Thüringen 42,1 Prozent. Bei den Vätern reichte die Spanne von 9,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 21,4 Prozent in Berlin.

Doch auch wenn der Anteil der Väter, die für ihre Kinder eine komplette oder teilweise Auszeit aus dem Job nehmen, steigt: Es sind nach wie vor die Mütter, die den größten Anteil an der staatlich bezahlten Elternzeit nehmen. 

So beantragten Mütter, die das Basiselterngeld bezogen, also für eine bestimmte Zeit ganz aus dem Job ausstiegen, durchschnittlich elf Monate. Beim Elterngeld Plus betrug die Bezugszeit der Frauen 20 Monate. Väter beantragten das Basiselterngeld für durchschnittlich drei Monate, das Elterngeld Plus für 8,9 Monate.