Mindestens 5.000 Flüchtlinge und Migranten sind innerhalb von zehn Tagen in der jemenitischen Hafenstadt Aden inhaftiert worden. Sie stammten überwiegend aus afrikanischen Ländern, teilten Sicherheitskräfte mit. Die Inhaftierten wollten das Bürgerkriegsland Jemen offenbar auf dem Weg nach Saudi-Arabien durchqueren. Derzeit würden sie sich im Hungerstreik befinden und in überfüllten Polizeistationen festgehalten, hieß es.

Adens Sicherheitschef Schalal Schaje sagte mit Blick auf den Hungerstreik, die Behörden hätten Unterstützung von den Vereinten Nationen und von Hilfsorganisationen angefordert.

Seit vier Jahren dauert der Bürgerkrieg zwischen den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen und der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition an. Dennoch versuchen Migranten vom Horn von Afrika weiter in den Jemen zu gelangen, um von dort an Jobs in der ölreichen Golfregion zu kommen.