Greta Thunberg - »Der Klimawandel ist eine existenzielle Krise« In einem Radiointerview in London hat Greta Thunberg bekräftigt, wie wichtig die Fridays-for-Future-Demonstrationen sind. Danach traf sie sich mit Oppositionspolitikern. © Foto: Victoria Jones/AP/dpa

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist unter Jubel von der Extinction-Rebellion-Bewegung in London empfangen worden. Sie wurde am Marble Arch von Hunderten Demonstranten unter anderem mit "Wir lieben dich"-Rufen begrüßt. In einer Ansprache kritisierte die junge Schwedin erneut, dass sich Politiker zu wenig gegen den Klimawandel einsetzten. 

"Viel zu lange standen die Politiker und die Leute an der Macht im Weg, ohne irgendetwas zu tun, um gegen die Klimakrise und die ökologische Krise zu kämpfen", sagte sie. "Aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht länger damit davonkommen." Die Menschheit stehe an einem Scheideweg, sagte die 16-Jährige.

Thunberg ist mit ihrem Schulstreik Fridays for Future weltweit zum Vorbild von Schülern und jungen Erwachsenen geworden, die sich für den Klimaschutz einsetzen. "Wir haben uns heute versammelt, weil wir gewählt haben, welchen Weg wir nehmen wollen. Und jetzt warten wir darauf, dass die anderen unserem Beispiel folgen", sagte sie in London.

Extinction Rebellion und die Teilnehmer der Schülerproteste seien diejenigen, die einen Unterschied machten. "Wir werden niemals aufhören, für diesen Planeten und für uns selbst, unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu kämpfen", sagte Thunberg.

Die Schwedin war nach einem Besuch in Rom und einem Handschlag mit Papst Franziskus mit dem Zug weiter nach London gereist. Dort wollte sie sich auch noch mit Labour-Chef Jeremy Corbyn und der Grünenvorsitzenden Caroline Lucas treffen sowie im Unterhaus sprechen.