Mit umfangreichen Hausdurchsuchungen ist die Polizei in vier Bundesländern gegen mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Mehr als 30 Objekte seien wegen des Verdachts auf Gründung einer kriminellen Vereinigung durchsucht worden, sagte ein Sprecher der Brandenburger Polizei. Bei den Razzien in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hat es demnach keine Festnahmen gegeben. Zuerst hatte der rbb darüber berichtet.

Nach Polizeiangaben richten sich die Ermittlungen gegen etwa 20 Personen aus der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremen Szene. Konkret werde den Beschuldigten der Verstoß gegen insgesamt 50 Straftatbestände vorgeworfen, sagte der Sprecher weiter. Es gehe dabei um Bedrohung, Körperverletzung, illegalen Waffenbesitz, Steuerhinterziehung und ähnliche Delikte.

Der Einsatz am Mittwochmorgen konzentrierte sich demnach auf den Raum Cottbus, in den übrigen Bundesländern seien Einzelobjekte durchsucht worden. 

Früheren Berichten des rbb zufolge hatte sich in Cottbus in den vergangenen Jahren ein rechtsextremes Netzwerk gebildet. Auch die Ausschreitungen in Chemnitz sind demnach unter anderem auf Aktivitäten dieses Netzwerks zurückzuführen. Die Verbindungen der Gruppe sollen auch ins Ausland reichen.