Der mutmaßliche Anführer der Anschläge in Sri Lanka, Zahran Hashim, ist bei einem der Angriffe gestorben. Sri Lankas Staatschef Maithripala Sirisena sagte, die Geheimdienste hätten ihm mitgeteilt, dass Hashim bei dem Anschlag im Luxushotel "Shangri-La" in Colombo gestorben sei. Hashim habe das Selbstmordattentat dort mit einem weiteren Attentäter verübt, dessen Namen Sirisena mit Ilham angab. Ob der Islamistenführer einer der Selbstmordattentäter war, sagte Sirisena nicht.

Die Erkenntnisse beruhen laut Sirisena teils auf Bildern von Überwachungskameras am Tatort. Nach den Anschlägen vom Ostersonntag war Hashims Verbleib zunächst unklar gewesen.

Hashim galt als der Anführer der Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ), die für die Anschläge verantwortlich gemacht wird. Die Regierung geht aber davon aus, dass sie ausländische Unterstützung gehabt haben muss.

Hashim stand offenbar im Zentrum eines Bekennervideos der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Vor den Anschlägen in Sri Lanka war Hashim weitgehend unbekannt. In Onlinemedien hatte er allerdings Tausende Anhänger, er veröffentlichte hetzerische Predigten auf YouTube und Facebook. Lokalen Medien zufolge gründete Hashim die NTJ im Jahr 2014.

Sri Lanka - Sri Lanka: Sorge vor weiteren Attentaten Nach den Terroranschlägen an Ostern in Sri Lanka gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Die Polizei sprengte in der Hauptstadt Colombo vorsorglich verdächtige Fahrzeuge. © Foto: Eranga Jayawardena

Sri-lankische Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu zeitgleich in drei christlichen Kirchen in mehreren Städten und in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Einige Stunden später gab es zwei weitere Explosionen in einem kleinen Hotel und in einer Wohngegend in Vororten Colombos. Bei den Anschlägen wurden nach Behördenangaben 253 Menschen getötet und 485 weitere verletzt.