Ein Gericht in Richmond im US-Bundesstaat Virginia hat eine Beschwerde der früheren Militär-Geheimdienst-Mitarbeiterin Chelsea Manning verworfen. Die ehemalige Whistleblowerin muss zunächst weiter in Haft bleiben, berichtete das Magazin Politico.

Manning hatte im Jahr 2010 schwere Rechtsbrüche von US-Militärangehörigen über die Enthüllungsplattform Wikileaks öffentlich gemacht. Sie hatte unter anderem Informationen über Verfehlungen in den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan weitergegeben. Ein Video zeigte, wie eine US-Hubschrauberbesatzung im Irak unschuldige, unbewaffnete Zivilisten tötete.

Bei einem Militärgerichtsverfahren wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt. Nach sieben Jahren erließ der damalige Präsident Barack Obama den Großteil der Strafe. Am 8. März 2019 wurde Manning erneut inhaftiert. Die Whistleblowerin wurde verhaftet, weil sie sich weigerte, vor einer Grand Jury Fragen zu der Enthüllungsplattform des australischen Journalisten und WikLeaks-Gründer Julian Assange zu beantworten. In den USA läuft ein Verfahren gegen Assange, das lange Zeit geheim gehalten wurde.