Der mutmaßliche Attentäter von Christchurch, Brenton Tarrant, ist formell wegen Terrorismus angeklagt worden. Das teilte die neuseeländische Polizei mit. Tarrant muss sich außerdem wegen Mordes in 51 Fällen sowie versuchten Mordes in 40 Fällen verantworten. Im Fall eines Schuldspruchs droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Der Rechtsextremist hatte am 15. März zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. Die Tat übertrug er live im Internet. Zu der öffentlichen Bekanntgabe der Beschuldigungen kamen mehr als 200 Menschen, darunter Familienangehörige von Opfern und Überlebenden.

Infolge des Anschlags beschloss das neuseeländische Parlament ein strengeres Waffenrecht. Der Besitz von halb automatischen Waffen – also automatisch nachladenden Waffen, wie Tarrant sie verwendet hatte – ist dort nun verboten.