Plötzlich gingen die leuchtenden Anzeigetafeln auf dem berühmten Times Square aus, Kinobesucherinnen saßen im Dunkeln, Konzerte und Broadway-Shows mussten abgebrochen werden, U-Bahnen standen still: Ein Stromausfall hat das öffentliche Leben im New Yorker Bezirk Manhattan lahmgelegt. Nur in den Bars und Restaurants ging der Betrieb ungestört weiter.

Die Ursache für den Blackout, der vor allem Midtown und die Upper West Side für Stunden vom Stromnetz abschnitt, war der Feuerwehr zufolge ein Brand mit anschließender Explosion eines unterirdischen Transformators. Rund 73.000 Menschen der Insel waren betroffen. Um Mitternacht konnte die Störung schließlich behoben werden. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo reagierte entsprechend empört. "Wenn die Notlage vorbei ist, möchte ich wissen, was zum Teufel passiert ist", sagte er dem Sender WABC-TV. Es sei schließlich nicht das erste Mal, dass man so ein Problem gehabt habe.

New York hat Erfahrungen mit Stromausfällen. 1977, auf den Tag genau, versank die sonst so hell erleuchtete Stadt für 25 Stunden in dunklem Chaos. Plünderer und Brandstifter zogen damals durch die Stadt, die Polizei war im Dauereinsatz und verhaftete Hunderte Menschen. Zwei weitere massive Stromausfälle ereigneten sich außerdem in den Jahren 1965 und 2003.

Wie Bilder zeigen, nahmen die New Yorker selbst den Blackout eher gelassen und passten ihre Abendpläne einfach an: Smartphone-Taschenlampen wurden gezückt und Konzerte spontan auf die Straße verlegt.