Nach Razzien in Köln und Düren ist einer von vier Verdächtigen wieder frei. Wie die Polizei Köln mitteilte, wurde der Mann aus dem Gewahrsam entlassen. 

Am Donnerstag waren sechs Personen wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Zwei von ihnen wurden bereits am Abend wieder freigelassen. Zwei andere sollen islamistisch eingestufte Gefährder sein, bei den beiden weiteren handele es sich um Personen aus ihrem Umfeld. Ein Richter hatte zunächst für alle vier Männer Langzeitgewahrsam angeordnet. Gemäß dem neuen Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen ist erlaubt, Verdächtige mit dieser Maßnahme bis zu zwei Wochen festzuhalten. Bei dem nun Entlassenen handelt es sich nach Polizeiangaben nicht um einen der Gefährder.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte die Polizei in Köln und Düren mehrere Wohnungen und eine Baustelle durchsucht. Hintergrund der Razzien waren Hinweise auf möglicherweise geplante terroristische Anschläge. Auch habe es möglicherweise Kontakte zur Berliner Salafistenszene gegeben, hieß es von der Polizei.

Im Fokus der Razzia in Köln stand nach Ermittlerangaben ein 30-jähriger Deutsch-Libanese. Der Mann sei seit vielen Jahren als Gefährder eingestuft und habe mehrere misslungene Versuche unternommen, in das Gebiet der Terrormiliz des sogenannten "Islamischen Staates" auszureisen.