Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam fordert umgehende Unterstützung für die von einer Dürre betroffenen Länder Äthiopien, Kenia und Somalia. Die internationale Gemeinschaft reagiere bislang unzureichend auf die drohende Katastrophe und gefährde damit Millionen Menschenleben, kritisiert Oxfam in einem Bericht. Bislang seien die Hilfsleistungen lediglich zu gut einem Drittel finanziert. Das sei zu wenig, um allen Bedürftigen zu helfen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) leiden in der Region 7,6 Millionen Menschen Hunger, 15,3 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. "Das kollektive Versagen in der Hungersnot von 2011 hat uns gelehrt, dass wir schnell und entschlossen handeln müssen, um Leben zu retten", sagte Oxfams Regionaldirektorin für das Horn von Afrika, Lydia Zigomo. Damals kamen 260.000 Menschen ums Leben.

Oxfam zufolge sind in der Region mehrere aufeinanderfolgende Regenfälle zu gering ausgefallen. Dies habe Ernten zerstört und Menschen die Lebensgrundlagen entzogen. Eine außer Kontrolle geratene Klimakrise lasse die Dürre in der Region zur Regel werden. Betroffen seien vor allem die Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen würden. Humanitäre Sofortmaßnahmen müssten mit einem echten Engagement für die Beseitigung der systematischen Ursachen des Klimawandels einhergehen.

UN-Angaben zufolge haben wetterbedingte Katastrophen wie Stürme, Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und Erdrutsche 2018 rund 16,1 Millionen Menschen vertrieben.