Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums haben Sicherheitskräfte bei Razzien in Kairo und der Provinz Fajum mindestens 17 mutmaßliche islamische Extremisten getötet. Sie seien Mitglieder der Gruppe Hasm gewesen, die für einen terroristischen Anschlag verantwortlich gewesen sein soll, teilte das Ministerium mit. 

Dabei war ein Auto mit Sprengstoff vor einem Krebskrankenhaus in Kairo explodiert. Mindestens 20 Menschen wurden getötet. Ein Autofahrer war auf der Gegenfahrbahn gefahren und hatte einen Unfall verursacht, der zu schweren Explosionen führte. In seinem Fahrzeug transportierte er nach Regierungsangaben Sprengstoff. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sissi sprach von einem "feigen Terrorakt".

Die Ermittler konnten nach Angaben des Innenministeriums den Fahrer mittlerweile durch eine DNA-Analyse identifizieren. Dabei handle es sich um einen Mann, der zur Hasm-Gruppe gehört habe und in Verbindung mit einem Terrorverfahren gesucht worden sei. Die Regierung betrachtet die Hasm-Gruppe als bewaffneten Ableger der islamistischen Muslimbruderschaft, die in Ägypten verboten ist und als Terrororganisation eingestuft wird. 

In Ägypten kommt es vor allem im Norden der Sinai-Halbinsel immer wieder zu Terroranschlägen und Razzien gegen islamistische Extremisten. Mitte Mai war nahe der Pyramiden von Giseh ein Sprengsatz explodiert, als ein Bus mit Touristen vorbeifuhr. Dabei wurden mehrere Urlauberinnen und Urlauber aus Südafrika durch Glassplitter verletzt.