In den vergangenen Monaten sind viele Bergsteiger am Mount Everest gestorben. Daher plant die Regierung von Nepal, die Zulassungsbedingungen zu verschärfen. Wer den höchsten Gipfel der Welt erklimmen wolle, müsse zuvor mindestens einen Berg von wenigstens 6.500 Metern Höhe bezwungen haben, heißt es in einer Empfehlung eines Regierungsausschusses. Außerdem solle jeder Bewerber einen äußerst erfahrenen Bergführer haben, ein angemessenes Training absolvieren, gute Gesundheit und eine Versicherung nachweisen, die mögliche Rettungskosten bezahle. Es wird erwartet, dass die Regierung die Empfehlungen des Ausschusses übernimmt.

In diesem Frühjahr sind am Mount Everest elf Bergsteiger tödlich verunglückt. Die Saison ist damit eine der schlimmsten an dem 8.848 Meter hohen Himalaja-Gipfel: Die Bergsteigerbehörden gerieten in die Kritik, weil sie unerfahrene Kletterer an den Berg gelassen hatten, die mit den harten Bedingungen Probleme bekamen und so auch andere behinderten. 

Außerdem wurden Bilder veröffentlicht, auf denen Bergsteiger in einer langen Schlange am Gipfel anstanden. Teilweise versuchten mehr als 200 Menschen gleichzeitig den Aufstieg. Das liegt daran, dass der Gipfel wegen der extremen Witterung jedes Jahr nur wenige Wochen lang zu erreichen ist. Meist ist das Wetterfenster zwischen Mitte und Ende Mai offen.