Seit dem frühen Mittwochmorgen sind in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt fast 2.000 Mitarbeiter von Bundespolizei und Zoll im Einsatz. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft seien bislang mehr als 100 Wohnungen, Geschäftsräume, Baustellen und Steuerberaterbüros durchsucht worden sein, heißt es.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Twitter mitteilte, erfolgten die Razzien wegen des Verdachts auf Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern im Baugewerbe.

Die Durchsuchungen – in Falkensee in Brandenburg, in Dessau und Halle in Sachsen-Anhalt sowie in Berlin – dauern voraussichtlich den ganzen Tag an. Für die Razzien stellten alle 41 Hauptzollämter Personal ab. Ziel der Durchsuchungen sei es, Beweise wie etwa Dateien auf Smartphones und E-Mails zu sichern, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes. Ob sich die Ermittlungen gegen einzelne Täter oder eine Gruppe von Verdächtigen richten, ist bisher nicht bekannt.