Norwegen - Mutmaßlicher Moschee-Angreifer weist Terrorvorwürfe zurück Sicherheitsbehörden machen einen 21-jährigen Norweger für den Angriff auf eine Moschee bei Oslo und die Tötung einer Frau verantwortlich. Der Verdächtige bestreitet dies. © Foto: Fredrik Hagen/​AFP/​Getty Images

Der mutmaßliche Täter, der vergangenen Samstag mit mehreren Schusswaffen in eine Moschee eindrang, weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Mordes und versuchten Mordes zurück. Das bestätigte seine Anwältin Unni Fries der Nachrichtenagentur AFP. Demnach forderte er, auf freien Fuß gelassen zu werden. Weiter äußerte er sich nicht.

Der 21-Jährige wird verdächtigt, seine 17-jährige Stiefschwester getötet zu haben. Ihre Leiche wurde in der Wohnung des Mannes gefunden. Medienberichten zufolge war sie chinesischer Herkunft und von der aktuellen Partnerin des Vaters adoptiert worden.

Nach der Tat soll der gebürtige Norweger mit mehreren Schusswaffen in die Al-Noor-Moschee im Osloer Vorort Bærum eingedrungen sein. Dort hielten sich zu dem Zeitpunkt drei Gläubige zum Gebet auf. Der mutmaßlich rechtsextreme Angreifer gab mehrere Schüsse ab, wurde aber von einem 65-jährigen Besucher der Moschee  überwältigt, der sich dabei leicht verletzte. Die Polizei nahm den Schützen schließlich fest.

Die Polizei stuft die Tat als versuchten Terroranschlag ein. Laut Berichten norwegischer Medien stellte der 21-Jährige wenige Stunden vor dem Angriff einen Text in ein Onlineforum, in dem von einem "Krieg der Rassen" die Rede ist. Zudem werde dort der Attentäter von Christchurch in Neuseeland gepriesen, der bei Angriffen auf zwei Moscheen im März 51 Menschen getötet hatte.

In einer nicht öffentlichen Anhörung wurde der Verdächtige inzwischen einem Richter vorgeführt und befindet sich niun in Untersuchungshaft. Ihm wird nicht nur Mord, sondern auch Terrorismus vorgworfen. Er kann kann somit bis zu vier Wochen in U-Haft mit Brief- und Besuchsverbot gehalten werden, die ersten beiden Wochen davon in vollständiger Isolation.